

Nymphenburger Park - Baugeschichte
Der Park mit seinem alten Baumbestand, den zahlreichen Wasserwegen und den
versteckten Parkburgen lädt ein, auf Entdeckungstour zu gehen (siehe
auch Amalienburg, Badenburg, Magdalenenklause und Pagodenburg). Besuchenswert
sind auch das Marstallmuseum mit Porzellansammlung, das Museum Mensch und
Natur sowie in unmittelbarer Nähe der Botanische Garten.
Am Ende der Regierungszeit Max Emanuels (1726) breitete sich vor der Westseite
des Schlosses ein axialsymmetrisch aufgebauter Gartenbereich aus, der von
schnurgeraden Wegen durchzogen wird, die sich alle am westlichen Fluchtpunkt,
- der griechischen Götterkaskade – treffen.
Vom streng nach geometrischen Mustern gestalteten Gartenbezirk geht es weiter
in den Park hinein, der als Jagdrevier für Fürsten und Könige
gedacht war.
In der Marienklause lebten zu Zeiten der bayerischen Kurfürsten Mönche.
Und für den Fall, dass es die hochherrschaftlichen Regenten wieder einmal
zu bunt trieben, verbrachten sie hier ein paar Tage in Buße und in Demut.
Gerade der Wechsel zwischen den gewundenen Wegen, die scheinbar ziellos mal
hierhin, mal dorthin führen - über steinerne Brückchen und
hölzerne Stege - und den schnurgeraden Kiesstrassen die an den Kanälen
entlang führen, macht den besonderen Reiz des Parks aus.

© Ronald Mauthe