

Nymphenburger Schloss - Baugeschichte
Anlässlich der Geburt des Thronfolgers beauftragten Kurfürst
Ferdinand Maria von Bayern und seine schöne Gemahlin Henriette Adelaide
von Savoyen im Jahre 1664 den italienischen Architekten Agosino Barelli mit
der Errichtung eines Sommerschlosses.
Er ließ die Landvilla seiner Mutter durch symmetrische Zubauten zu einer
weitläufigen und anmutigen Schlossanlage ausbauen. Angetrieben von dem
ambitionierten Fürsten, arbeiteten seine vor allem aus Frankreich und
Flandern mitgebrachten Hofkünstler von 1715 an fieberhaft am Ausbau Nymphenburgs.
Der ursprüngliche Bau von Barelli und Zuccalli (1664-74) ist der würfelförmige
Mitteltrakt mit Freitreppe. Beidseitig folgten 1704 die Galerien, ab 1715
die vier übereck gestellten Pavillons, dann der Marstall im Süden,
Orangerie und Kloster im Norden. Zwischen 1729 und 1758 entstand ein Rondell
mit je fünf Kavaliershäuschen auf beiden Seiten.
